AVIS-IBIS

Birds of Indian Subcontinent

Quantitative Untersuchungen an körnerfressenden Singvögeln

Publication Type:Journal Article
Year of Publication:1967
Authors:Ackermann, A
Journal:Journal of Ornithology
Volume:108
Issue:4
Date Published:1967
ISBN Number:2193-7192
Keywords:Acanthis, Acanthis cannabina, Carduelinae, Carduelis, Carduelis carduelis, Carduelis chloris, Carduelis citrinella, Carduelis Spinus, Chloris, Chloris chloris, Citrinella, Fringilla, Fringilla coelebs, Fringillidae, Fringillinae, Linaria, Linaria cannabina, Passer, Passer domesticus, Passeridae, Serinus, Serinus citrinella, Serinus serinus, Spinus, Spinus spinus
Abstract:VII. Zusammenfassung 1.Das Verfahren der numerischen Taxonomie wurde erstmals bei Vögeln angewandt. Verglichen wurden die Formen Passer domesticus, Fringilla coelebs, Carduelis chloris, Carduelis carduelis, Carduelis citrinella, Carduelis spinus, Serinus serinus und Acanthis cannabina. 2.Für die Untersuchung wurden pro Art an je 30—50 Individuen 150 Skelettmaße genommen. Die Meßwerte wurden durch ein individuelles Körperbezugsmaß transformiert. Durch t-Test, Variabilitätskoeffizienten und Streuungsdiagramme wurden 100 statistisch nicht gesicherte oder schlecht getrennte Unterscheidungsmerkmale eliminiert, so daß schließlich 50 Merkmale ins Verfahren einbezogen wurden.3.Anhand der Durchschnittswerte wurden vorgängig die Tendenzen des Ausgangsmaterials geschätzt und interpretiert. Merkmale des Rumpfskelettes wurden als relativ stabil erkannt, Extremitätenmaße streuen stärker, während sich am Schädel einigermaßen stabile Schädelkapselmerkmale und zwischenartlich stark streuende Merkmale des Gesichtsschädels erkennen lassen. Für die Diaphysendurchmesser der Beinknochen wurde eine positive Allometrie zum Körpergewicht berechnet. Die starke zwischenartliche Variation bestimmter Schädelmerkmale wird zusammen mit den Freßgewohnheiten der einzelnen Formen diskutiert.4.Als Verfahren für die phänetische Ähnlichkeitsbestimmung wurde der verallgemeinerte Abstand vonMahalanobis gewählt. Die Berechnung erfolgte nach einem Programm von Dr.P. Schmid am Computer.5.Die Computer-Ergebnisse wurden mit der Schwarmanalyse ausgewertet und mit einem Phänogramm veranschaulicht und diskutiert.6.Die systematischen Trivialbeziehungen, welche es zum Testen des Verfahrens zu ermitteln galt, wurden mit einer Ausnahme bestätigt.7.Als ornithologisch interessante Befunde können gelten:Die Stellung von Fringilla coelebs , die eindeutig Affinitäten zu den Gattungen Carduelis, Serinus und Acanthis aufweist und sich dennoch von diesen Gruppen so deutlich unterscheidet, wird dahin geklärt, daß Fringilla als gesonderte Unterfamilie, Fringillinae, neben die übrigen Altweltfinken, Carduelinae, gestellt werden darf.Die enge Verwandtschaft zwischen Carduelis citrinella und Serinus serinus wird erneut bestätigt. Carduelis citrinella sollte damit endgültig in die Gattung Serinus aufgenommen werden.Affinitäten zwischen den Gattungen Carduelis und Acanthis sind so deutlich, daß Acanihis höchstens als Untergattung von Carduelis postuliert werden kann.8.Die den Erwartungen in keiner Weise entsprechende, abweichende Position von Carduelis chloris wird diskutiert. Es kann nachgewiesen werden, daß dieser Fehlbefund vorwiegend auf einem störenden Einfluß von Konvergenzmerkmalen und Allometriefaktoren beruht.9.Das Verfahren der numerischen Taxonomie wird diskutiert. Als ausschließliches taxonomisches Prinzip wäre es, zum mindesten für die systematische Ornithologie, von fraglichem Wert.
URL:http://dx.doi.org/10.1007/BF01673245
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